Bürgerzentrum Böfingen


22. März 2024 von Roland M. Eppelt

Ich war vorgestern im Canapé Café. Es ist geschmackvoll in einer Mischung aus Modern und Retro eingerichtet: an der Seite ein Klavier, in einer Nische ein Rollstuhl („man weiß nie“), an der Decke eine Leinwand.

Mit dem Tee hat sich auch gleich ein lieber Mensch zuhörend zu mir gesetzt: Willkommen! An einem Tisch spielt man Schach, ein Mann liest Zeitung, andere Gäste unterhalten sich. Menschen mit Beeinträchtigungen machen den Service genauso wie ein Ehrenamtlicher: „Weil ich hier etwas Sinnvolles tun kann.“ Ein Schüler wurde mir als „Mitarbeiter des Tages“ vorgestellt: Wertschätzung allerorten. Gelebte niederschwellige Sozialarbeit.

Böfingen braucht so etwas auch! Im Bürgerdialog wurden die Begriffe Mittagstisch/Gastronomie/Essen/Frühstück/Bewirtung allein 7x in Präsenz und 6x online mit 18 Likes genannt. Der Stadtteilverein Netzwerk Böfingen e.V. steht als Betreiber eines „Café Böfingen“ zur Verfügung. Das Weststadthaus, Canapé Café und Café Blau sind unsere Vorbilder.

Leider ist diese Option im Konzept des Bürgerzentrum-Neubaus aber nicht vorgesehen.

So ehrenwert das Angebot eines Lesecafés der Stadtteilbibliothek Böfingen zu werten ist – Es hat gravierende Nachteile. Es ist exklusiv: nicht für Ausländer und nicht für bildungsferne Menschen. Getränke gibt es aus dem Automaten, Essen gar nicht. Es lädt über das Lesen hinaus nicht zum Verweilen ein. Gespräche dürften in einem „Lesecafé“ eher störend wirken. Livemusik kann ich mir dort nicht vorstellen. Von einer niederschwelligen Sozialarbeit kann in einem Lesecafé keine Rede sein.

Aus sozialer Sicht halte ich die vorliegende Planung für falsch. Mehrfach wurde ich aus dem Gemeinderat auf die vorbildlichen Lösungen der AG West hingewiesen. Ohne entsprechenden Platz geht das in Böfingen aber nicht!

Bitte geben Sie die aktuelle Raumplanung des Bürgerzentrums-Neubaus so nicht in den Gemeinderat!

Planen Sie bitte ein ausreichend großes „Café Böfingen“, das ein Dritter Ort [1] für alle Böfinger Bürger/-innen sein kann: herzlich, wertschätzend, einladend und inklusiv. Wir vom Stadtteilverein Netzwerk Böfingen e.V. übernehmen diese Aufgabe gerne.

Roland M. Eppelt


14. März 2024 Stadtplanung Ulm

(Das folgende sind persönliche Notizen. Es liegt uns kein offizielles Protokoll der Sitzung vor.)

Die Stadtplanung hatte eingeladen: die Abteilung Soziales, die Stadtbibliothek, die UWS, Böfinger Gemeinderät/-innen, die RPG Böfingen und den Netzwerk Böfingen e.V.

Ziel war der Abschluss der Planung zwecks Vorlage im Gemeinderat.

Zu Beginn wurden die Rückmeldungen aus dem Bürgerdialog vorgestellt.

Einige Stichpunkte:

  • der Baukörper wird um 1m weg von der evang. Kirche verschoben
  • sonst keine sichtbaren Änderungen gegenüber dem Bürgerdialog im November
  • die Rückmeldungen zur Parkgestaltung waren fast alle „nicht Bestandteil des Konzepts“
  • die Stadtteilbibliothek soll Di-So 10-19 geöffnet sein, sonst mit Ausweis; die Räume sollen überwiegend „belebt“ sein.
  • drei verschieden große Gruppenräume mit 50m² (Saal Teil 1), 70m² (Multifunktionsraum) und 100m² (Saal Teil 2) sind geplant
  • Lagerräume für Tische und Bühnenteile werden (hoffentlich) nicht vergessen
  • es gibt einen Hausmeister (das ist Aufgabe der Abt. Soziales)
  • ohne die UWS wäre eine Finanzierung erst nach der Landesgartenschau 2030 denkbar
  • Gemeinderäte haben sich aus verschiedenen Gründen für Wohnungen ausgesprochen

Es fehlt weiterhin das „Café Böfingen“ als niederschwellige, einladende, inklusive Bürger-Gastronomie. Der Begriff „Gastronomie” wird von der Verwaltung übrigens grundsätzlich als kommerzielles Angebot verstanden und daher abgelehnt.

Sämtliche Einlassungen des Stadtteilvereins Netzwerk Böfingen e.V. wurden NICHT berücksichtigt. Das seien nur „Einzelstimmen“.

Fazit: Wir wurden angehört. Mehr aber auch nicht.


 15. Februar 2024 AK Bürgerzentrum

Raumkonzept Bürger-/Quartierszentrum

  • Der Bedarf für einen dritten Saal in Böfingen ist wirklich sehr gering. Die beiden vorhandenen Säle haben schon erheblichen Leerstand. Häufig werden sie nur als Ersatz für Kurs-/Gruppenräume genutzt (wie gerade auch für den AK Bürgerzentrum).
  • Der Vorschlag, kirchliche Säle in städtische Trägerschaft zu übergeben, stieß auf Zustimmung. In Anbetracht der Geldsorgen und sinkenden Mitgliedszahlen kam auch kein Widerstand von den anwesenden kirchlichen Vertretern.
  • Am wichtigsten sind flexible Räume, weil sich die Nutzung über die Jahrzehnte sicher ändern wird.
  • Die Priorität liegt auf Gastronomie und Gruppenräumen.

Gastronomie

  • ein wichtiger, fehlender Dritter Ort im Böfinger Zentrum
  • ein Besuchermagnet
  • sozial mit einem einfachen, günstigen Mittagstisch
  • sozial als Treffpunkt ohne Verzehrzwang
  • sozial als Ort der Integration
  • Vorbild: AG West mit Weststadthaus, Café Canapé, Café Blau
  • Platz für Kinder zum Spielen
  • keine Öffnungszeit bis in die späte Nacht
  • abends als Raum vermietbar
  • klar ist: das Angebot hängt entscheidend von Ehrenamtlichen ab

Gruppenräume

  • für Kurse mit vh, fbs, Musikschule
  • auch für Spieleabende, Theater, Musizieren, Tanzschule
  • Leihladen, gerne gemeinsam mit der Stadtteilbibliothek
  • Repaircafé/Maker Space/Werkstatt
  • Bewegungsraum
  • abschließbare Einbauschränke
  • viel Keller-/Lagerraum für Tische/Stühle/Material!
  • evtl. eine abtrennbare Bühne am Ende des Gastronomiebereichs
  • flexible Größen!

Außerdem

  • von anderen Bürgerzentren lernen, dortige Schwachpunkte nicht wiederholen
  • Öffentliche Toiletten
  • Rückmeldungen aus dem Bürgerdialog berücksichtigen
  • der Netzwerk Böfingen e.V. bietet sich als Betreiber an

Geprächsführung und Protokoll: Roland M. Eppelt


27. Januar 2024 AK Bürgerzentrum

1. Priorisierung

Zunächst haben die 18 Teilnehmer/-innen die eigenen Prioritäten der einzelnen Themen festgelegt:

  1. Städtebauliches Konzept
  2. Raumkonzept Bürger-/Quartierszentrum
  3. Raumkonzept Stadtteilbibliothek
  4. Parkgestaltung

2. Städtebauliches Konzept

Zum städtebaulichen Konzept bestand nach einer kurzen Aussprache bereits überwiegend Konsens. Die Anwesenden haben sich auf folgende Kernaussagen jeweils einstimmig verständigt:

  • Das städtebauliche Konzept von Böfingen soll weiter Bestand haben. Darum darf der Neubau nicht höher als der Bestandsbau sein.
  • Nachverdichtung ist notwendig, um den Stadtteil lebendig zu halten, aber bitte an anderer/besserer Stelle.
  • Keine Wohnungen im Bürgerzentrum.

3. Raumkonzept Bürger-/Quartierszentrum

Nach einem Blitzlicht zum Raumkonzept des Bürger-/Quartierszentrums, halten die Anwesenden folgende Impulse für das nächste Treffen am 15. Februar fest:

  • Saal?
  • Gastronomie! Wie?
  • Gruppenräume!
  • Rolle der Stadtteilbibliothek klären

4. Nächster Termin

Das nächste Treffen ist am Donnerstag, 15. Februar 2024 um 18 Uhr im evang. Gemeindehaus.

5. Unterlagen

  • Präsentation vom 27.11.2023 mit den drei städtebaulichen Alternativen ab Seite 26
  • Kommentare bei der Präsenzveranstaltung am 27.11.2024 als PDF
  • die Online-Beteiligungs-Plattform beteiligedich.ulm.de (mit der o.g. Präsentation und den Ergebnissen der Online-Beteiligung)
  • Export der Online-Beteiligung als PDF und Original-XLSX

Geprächsführung und Protokoll: Roland M. Eppelt


Konzept für das neue Bürgerzentrum

Einladung zum Mitreden am 26. Januar

Am 27. November war der Bürgerdialog zum Neubau des Böfinger Bürgerzentrums. Carola Christ hat dort zugesagt, uns Böfinger Bürgerinnen und Bürger in den weiteren Prozess einzubinden – über die RPG und den Stadtteilverein Netzwerk Böfingen e.V.

Das heißt aber auch: Wir Böfinger/-innen müssen jetzt weg vom Wunschzettel hin zu einem tragfähigen Konzept für das neue Bürgerzentrum. Was ist uns wirklich wichtig? Lassen Sie uns Prioritäten setzen! Denn alles wird nicht möglich sein. Ist es der Saal? Sind es die Kursräume? Ist es die Gastronomie? Womit gewinnt Böfingen am meisten?

Wir wollen Böfingen konstruktiv bei der Stadtverwaltung vertreten. Darum bitten wir um Ihre Beteiligung und laden Sie zum ersten Treffen am Fr. 26. Januar um 17.30 Uhr ins kath. Gemeindehaus ein. Bitte beteiligen Sie sich auch gleich an der Abstimmung für einen zweiten Termin!


27. November 2023 Einladung zum Bürger-Dialog

Neues Bürgerzentrum für Böfingen

Diese Gelegenheit gibt es nur einmal im Jahrhundert: Böfingen bekommt ein neues Bürgerzentrum! Lassen Sie uns gemeinsam dafür sorgen, dass das neue Bürgerzentrum seinen Anforderungen auf viele Jahrzehnte gerecht werden kann – für unsere Kinder und Enkel!

Darum unsere Frage: Was wünschen Sie sich von einem Bürgerzentrum in Böfingen?

Ganz wichtig: Bitte beteiligen Sie sich an der Bürgerversammlung am Mo. 27. November um 18.30 Uhr im Gemeindehaus der Evang. Auferstehungskirche, Haslacher Weg 72 und an der städtischen Bürgerbefragung im Dezember online unter beteiligedich.ulm.de/mitmachen/bz-boefingen und im Bürgertreff, Haslacher Weg 89!

Dank des Einsatzes vom Netzwerk Böfingen e.V. liegt die Bürgerbeteiligung jetzt terminlich vor der Entscheidung des Ulmer Gemeinderats. Nutzen Sie diese Gelegenheit zur Mitbestimmung!

Der AK Bürgerzentrum formulierte bereits im Frühjahr Anforderungen:

  • einen großer Veranstaltungssaal
  • Außenstellen der Musikschule Ulm, der Volkshochschule und der Familienbildungsstätte
  • Gastronomie mit Außenbestuhlung
  • Terrasse im Süden und Stadtpark im Norden
  • öffentliche Begegnung ohne Verzehrzwang
  • Werkstatt, Werkraum, Reparaturcafé und Leihladen
  • Spielzimmer, Kursräume
  • Platz für Ausstellungen
  • geteilte Lern-, Arbeits- und Studierräume

Sprechen Sie uns gerne an, z.B. am 9. Dezember auf dem Böfinger Christkindlesmarkt!

Für den Verein Netzwerk Böfingen e.V.
Roland M. Eppelt

Siehe auch: ulm-boefingen.de


21. März 2023 Erster Austausch

Am Di. 21. März 2023 trafen sich Böfinger Bürger*innen zum Austausch über den geplanten Neubau eine Böfinger Bürgerzentrums.

Die Anwesenden bitten die Stadtverwaltung um aktuelle Informationen zum Stand der Planung.

Aus der Böfinger Bürgerschaft wurden die folgenden Wünsche an ein neues Bürgerzentrum Böfingen zusammengetragen:

  • Barrierefreiheit auf allen Ebenen, Aufzug
  • Abteilung Soziales bitte räumlich getrennt
  • ausreichend Räume für eine Außenstelle der Musikschule Ulm
  • Bürgertreff wie bisher an der Nord-Ost-Seite des Gebäudes; evtl. zusammen mit der Stadtteilbibliothek
  • einen großen Veranstaltungssaal (wie am Eselsberg) mit digitaler Audio/Video-Infrastruktur für hybride Veranstaltungen (evtl. Ton/Video-Studio/Kabine)
  • Dienstleistungsräume für größere Arztpraxen oder ambulante Klinik
  • Raum für eine zentrale Böfinger Poststelle
  • Hausmeister, evtl. mit Wohnung im Gebäude
  • Restaurant mit Außenbestuhlung
  • Süd-Terrasse
  • Anbindung und Aufwertung des Stadtparks auf der Nordseite
  • Durchlässigkeit im Gebäude
  • gemeinsame Räume von Bürgertreff und Stadtteilbibliothek
  • einen öffentlichen Begegnungsraum ohne Verzehrzwang
  • Werkstatt, Werkraum
  • Reparaturcafé und Leihcafé für mehr Nachhhaltigkeit im Stadtteil
  • Spielzimmer
  • Schaufenster
  • Platz für Ausstellungen
  • Kursräume
  • flexible Raumgestaltung, z.B. für Seminare
  • bitte keine Wohnungen im Bürgerzentrum, weil das absehbar zu Lautstärke-Konflikten führen wird
Pinwand-Protokoll des AK Bürgerzentrum